Tauchcomputer

Tauchcomputer – ein wichtiges Tool beim Tauchen

Tauchcomputer
Geschichte des Tauchcomputers

Für Einsteiger sowie für Tauchprofis ist ein guter Tauchcomputer ein unverzichtbares Accessoire, denn er berechnet nicht nur die Tauchzeit und die Wassertiefe, sondern auch die sogenannten Nullzeiten. Bei den Nullzeiten handelt es sich um die Zeiten, die ein Taucher unter Wasser bleiben darf ohne Dekompressionsstopps. Folglich ist der Tauchcomputer unverzichtbar und gehört zwingend in jede Tauchausrüstung.Heute gibt es viele hochmoderne Tauchcomputer, einer davon beispielsweise der Suunto Vyper. Was viele jedoch nicht wissen: Der Tauchcomputer hat eine sehr lange und alte Geschichte.

Die Geschichte der Tauchcomputer

Als die Navy in den 1930er Jahren die Notwendigkeit der Tauchcomputer erkannte, der den Tauchgang kontrolliert und das völlig automatisch und dann den Taucher vor der Überschreitung von Limits warnt, wurde die Scripps Institution of Oceanography in San Diego 1951 beauftragt, für ein solches Gerät die Grundlagen zu entwickeln. Der Grund, es wurde noch mit Dekompressionstabellen gearbeitet, die in den 1930er Jahren publiziert wurden, die das Risiko einer Dekompressionskrankheit vermindern sollten. Das Institut publizierte zwei Jahre später einen Bericht darüber, welche Anforderungen ein solches Gerät erfüllen muss:

  1. Die nötigen Kompressionstufen müssen von Gerät während des Tauchgangs berechnet werden können und dazu muss der Taucher es mittragen.
  2. In die Kalkulation müssen auch Wiederholungstauchgänge mit einbezogen werden.
  3. Es müssen Multiveltauchgänge möglich sein
  4. Es müssen genauere Berechnungen mit dem Gerät möglich sein, als mit der Dekompressionstabelle.

Die analogelektronische Umsetzung wurde von den Verfassern des Berichts 1953 empfohlen. Das erste mechanisch-pneumtatische Dekompressionmeter wurde 1955 vorgestellt und hieß Mark I, wobei dieses von der Navy kritisiert wurde, da es zu ungenau war und nicht stabil genug. Carlo Alinari stellte 1959 ein kommerzielles Dekompressionmeter vor, das SOS, das ähnlich arbeitete wie Mark I. Ernst nachdem Scubapro im Jahr 1963 die Importrechte für die Geräte erwarb, kam es zur Verbreitung dieser. Zwar war die Korrektheit noch immer sehr umstritten, aber die Taucher weltweit liebten es wegen der hohen Zuverlässigkeit. In den Jahren 1960 bis 1980 kam es zu den verschiedensten Entwicklungen dieser Geräte von unterschiedlichen Herstellern. Sie alle bauten auf das mechanisch-pneumatische Konzept auf, auch wenn einige davon schon den Namen „Computer“ trugen. In dieser Zeit bis heute kam es zu den verschiedensten Entwicklungen und der erste vollwertige Dekompressionscomputer wurde 1983 von dem Schweizer Unternehmen Divetronic AG in Zusammenarbeit mit dem Tauchpionier Hans Haas auf den Markt gebracht.

Heute werden von zahlreichen Hersteller die Dekompressionscomputer bzw. Tauchcomputer angeboten. Damit man nicht die Übersicht verliert, ist es sinnvoll einen Tauchcomputer Vergleich mit in seine Entscheidung einzubeziehen. Neben der drahtlosen Luftintegration, der Berechnung der verschiedenen Atemgasmischungen und dem integrierten Kompass, die bereits als selbstverständlich gelten, erfassen manche Tauchcomputer auch Atem- und Herzschlag-Frequenz des Tauchers. Die jüngsten Entwicklungen in der Moderne gehen sogar in Richtung grosser Farbdisplays und Apps, so wie man es von den Smartphones kennt.